Stellplatz am Hofcafè Schild nahe Carolinensiel

(Stand 2011, update 2018)

Wo heute Carolinensiel liegt, befand sich noch vor wenigen Jahrhunderten ein Ausläufer der Nordsee. Die Harlebucht erstreckte sich zwischen dem heutigen Neuharlingersiel und Minsen bis kurz vor Funnix und Werdum. Um 1500 begann man mit der systematischen Landgewinnung durch Eindeichung. Stück für Stück wurde der Nordsee neues, fruchtbares Marschland abgerungen.

Zur Vermeidung von Konflikten um das neue Land einigten sich im Jahr 1666 Fürstin Christine Charlotte von Ostfriesland und der Herr von Jever, Graf Anton Günther von Oldenburg, auf die zukünftige Grenze. Vom Treffpunkt der ostfriesischen und jeverschen Deiche am Pfahldeich südöstlich von Carolinensiel zog man auf der Seekarte mit goldener Tinte eine Linie bis zu einem Punkt genau zwischen den Inseln Spiekeroog und Wangerooge. Die „Goldene Linie“ ist heute noch die Grenze zwischen dem ostfriesischen Landkreis Wittmund und dem Landkreis Friesland. Die alte Bahnlinie (Jever Bf - Harle Bf) der ehemaligen Großherzoglichen Oldenburgischen Staatseisenbahnen (GOE) nach Harlesiel und der Fähranleger nach Wangerooge liegen schon auf friesländischem Gebiet, da sie zur Anbindung der ebenfalls friesischen/oldenburgischen Insel Wangerooge dienten. Die Grenze verläuft mitten durch das Hafenbecken.

Im Hafen an der Friedrichsschleuse waren die Fischkutter beheimatet. Sie fingen Plattfisch und Muscheln, vor allem aber Krabben (Nordseegarnelen). Bis in die 1930er Jahre war in Carolinensiel eine Konservenfabrik ansässig, die Muscheln und Krabben bis nach Berlin verschickte. Viele Bauernfamilien im Hinterland verdienten sich ein Zubrot durch das Schälen von Granat, den Speisekrabben für den menschlichen Verzehr. Vor der Friedrichsschleuse betrieb die Firma Albrecht eine Darre, auf der kleinere Krabben, der Gammel, für die Verarbeitung zu Viehfutter getrocknet wurden. Nach dem Bau des neuen Außenhafens in Harlesiel fanden die Carolinensieler Kutter dort eine neue Heimat.

Stellplatz am "Hofcafè Schild"

Info:

Der kleine Parkplatz neben den "Hofcafè Schild" bietet auf Anfrage die Möglichkeit für eine kostenlose Übernachtung mit dem Wohnmobil. Obligatorisch ist dabei die Einkehr im Lokal, die allerdings auch wärmstens zu empfehlen ist. Ob es nachmittags der leckere Kuchen mit "Kaffee satt" oder Abends die leckeren warmen Gerichte, es ist immer eine Empfehlung wert.

Der Übernachtungsplatz ist ohne jegliche Ausstattung. Die Toiletten des Cafè's können während dessen Öffnungszeiten benutzt werden.

Preise:

kostenlos

Adresse:

Anke und Tina Schild GbR

Elisabethgroden 3, 26434 Wangerland / Nordsee

GPS:

53°42'05.9" N, 7°50'11.7" O

Siehe auch Google Maps: Hofcafè Schild

Kontakt:

Tel.: 04464.393 · Fax: 04464.8031

eMail: ankeschild@t-online.de

Internet: www.schilds-hofladen.de

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